Der Briard ist eine imposante, elegante Erscheinung. Er ist mit bis zu 68 cm Schulterhöhe mittelgroß bis groß. Das Haar der Hunde ist gedreht, lang, ähnlich dem Ziegenhaar, mit leichter Unterwolle. Es gibt den Briard in schwarz (noir), rehbraun (fauve), fauve mit leichter bis mittlerer Charbonnierung (schwarzer Anflug, schwarze Haarspitzen) oder grau(grise). Der Kopf mit deutlichem Stop ist kräftig und lang mit Kinnbart, Schnauzbart und auffälligen Augenbrauen. Die kurzen hängenden Ohren sind hoch angesetzt, nicht eng anliegend, flach und mit langem Haar bedeckt.

Der Briard ist sehr temperamentvoll, gewitzt, eigensinnig, intelligent und wachsam mit einer guten Portion Schutztrieb. Seine Erziehung erfordert Einfühlungsvermögen, starken Willen und Konsequenz. Auch die Welpen brauchen eine feste aber liebevolle Hand. Es ist nicht einfach streng zu sein, wenn zwei dunkle Knopfaugen einen anschauen. Es ist aber der einzige Weg zu einem harmonischen Zusammenleben.

Ursprünglich war der Briard ein Schäferhund, der die Schafherden führte, bewachte und diese auch gegen Wölfe verteidigen konnte. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg wurde er bei den Armeen als Melde-, Patrouillen- und Sanitätshund eingesetzt. Er wird auch häufig als Wachhund verwendet. Daher behandelt der Briard heute seine Familie auch als Herde und wird sie auch hüten und bewachen. Der Briard ist sehr ein kinderfreundlich, was nicht heißt dass man ihn mit (kleinen) Kindern unbeaufsichtigt lassen soll. Übrigens, sollte man dies mit keinem Hund machen. Fremden gegenüber ist der Briard reserviert, bleibt aber freundlich. Er hat ein ausgeprägtes Einfühlungsvermögen und passt sich schnell einer neuen Situation an. Es ist wichtig, Briards von Beginn an mit unterschiedlichsten Umweltreizen bekannt zu machen, fremde Menschen verschiedenen Alters und möglichst viele Artgenossen kennenzulernen und so an die unterschiedlichsten Situationen zu gewöhnen. Mit dieser Sozialisierung sollte schon sehr früh begonnen werden.

 

Der Briard wird heute oft als Hund für sportliche Wettkämpfe eingesetzt. Da es sich um eine alte Arbeitshunderasse handelt, ist es wichtig, dem Briard eine Aufgabe zu geben. Briards findet man im Agility, im Breitensport und im Schutzhundesport. Aber auch als Rettungshunde und Therapiehunde finden sie immer mehr Möglichkeiten, ihren Arbeitseifer unter Beweis zu stellen. Die kleinste Ermunterung ist Anlass genug um den Briard aufzufordern zu spielen oder zu arbeiten.  Es ist wichtig und eigentlich selbstverständlich dass Hund und Eigentümer sich gut verstehen.